Joyce Saison 2022
 



 

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Joyce   Saison 2025

 

 
5. Dezember 2025
Peake Marina Trinidad


Das Einklarieren in Trinidad hat’s echt in sich!
Wir haben volle vier Stunden gebraucht, bis alle Formalitäten erledigt waren. Ich hab nicht nachgezählt, aber bestimmt 20 bis 25 Formulare mussten ausgefüllt werden. Und wenn wir weitersegeln, wird sich das Ganze beim Abmelden wiederholen. 😅

Die Marina ist super für Reparaturen und vor allem während der Hurrikanzeit ein perfekter Ort, um die Joyce stehen zu lassen. Von Trinidad aus können wir im Juni relativ entspannt nach Hause fliegen. -- Da haben wir gleich eine Reservation gemacht.

Und jetzt wird’s spannend:
Am 15. Dezember haben wir in Grenada in der Port Louis Marina einen Platz gebucht – bis zum 15. Januar. Das Problem sind die Strömungen auf den rund 85 sm hoch nach Grenada.
Nach meinen Berechnungen ist die beste Taktik, zuerst ca. 50 sm entlang der Küste bis zum Ostende von Trinidad zu motoren. Von dort haben wir vielleicht den passenden Winkel, um die Segel zu setzen.

Dazu kommt, dass die Winde in den nächsten Wochen ziemlich stark sind. Am Dienstag sollen sie „nur“ 25 kn statt 30 kn bringen.
Also: Dienstag wird unser Fenster – wir probieren’s! ⛵🔥
 

 
 
30. November 2025
Geschafft!!  Ankunft in Trinidad


Gestern Abend um 22:15Uhr sind wir nach 2’068 sm und 14 Tagen und 11 Stunden im Bojenfeld der Peake Marina in Trinidad eingelaufen. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei entspannten 6 kn.

Der Törn — schöner hätte ich ihn mir nicht vorstellen können. Das Wetter, die Bedingungen, einfach alles hat mega gut gepasst.
Okay, der kleine Stromausfall hat kurz für Puls gesorgt, aber hey… ein bisschen Action gehört ja dazu.

Unsere Bilanz:
– Alle Vorräte haben easy gereicht.
– Wasser auch — beide Tanks bei Ankunft randvoll (Wassermacher) 😄.
– Dieselverbrauch: ca. 60 Liter.
– Und die „lange“ Liste der Teile, die auf diesem perfekten Törn den Geist aufgegeben haben:

  1. Eine Glühbirne bzw. LED der Deckbeleuchtung.

 
Täglicher Reisebericht nach Trinidad auf der Tracking Seite
 
15. November 2025
Heute grosser Tag -  die Abfahrt!


Und hey, sogar die Klimaanlage läuft wieder! Zwar nicht gleich beim ersten Versuch – ein Transistor, der die Wasserpumpe steuert, musste noch eingelötet werden – aber jetzt funktioniert alles top. Auch die neuen Fenster sehen richtig gut aus. Jetzt kann unsere Joyce wieder durch die Wellen und muss nicht mehr drüber hüpfen 😄 (muss ja nicht sein – aber sie könnte! 😄)

Heute um 13:00 Uhr geht’s los! Um 12:30 ist Hochwasser, perfekt also, um mit ablaufendem Tidenstrom Richtung Atlantik zu segeln.
Wenn alles klappt, segeln wir die rund 2000 Seemeilen (ca. 4000 km) durch – vielleicht mit einem Stopp auf Trinidad. Der Platz in der Port Louis Marina auf Grenada ist jedenfalls schon für den 15. Dezember reserviert.
 

 
9. November 2025
Kurz vor der Abfahrt - immer neue Ideen

Unsere Fenster-Renovation macht Fortschritte. Auch kam ich bisher nie auf die Idee, einen Mechaniker zu fragen, ob er hier die Klimaanlage reparieren kann – schliesslich gibt es ja keine Ersatzteile!
Kurz vor der Abfahrt hab ich’s trotzdem getan. Er meinte ganz selbstverständlich, ich solle das defekte Teil ausbauen, dann würde er die verbrannten Elemente auslöten und ersetzen.
Bin gespannt ob das Teil dann wirklich auch wieder funktioniert.

In der Zwischenzeit, während wir warten, gönnen wir uns ab und zu einen Caipi am Strand. Und neulich konnten wir bei einem Strandspaziergang sogar Rabengeier beobachten, wie sie sich auf eine tote Schildkröte stürtzten. 😄
 

 
2. November 2025
Sie sind draussen !!

Alle vier Scheiben sind draussen! Nur bei einer ist am Rand ein kleines Stück abgebrochen – das lässt sich aber problemlos wieder befestigen (verkleben). Christoph meinte, es wäre auch kein grosses Problem gewesen, wenn eine Scheibe gebrochen wäre. Er hat schon öfter Scheiben ersetzt; sie wären dann zwar nicht mehr getönt, aber er könnte sie in klar herstellen.
Gestern wurde auch das Sika-Silicon SG20 geliefert. Mit diesem Klebstoff werden die Scheiben dann wieder eingeklebt.
 

 
26. Oktober 2025
Wochenend-Ausflug nach Pipa

Pipa ist ein richtiger Touristenort – da geht so richtig die Post ab! Das mussten wir uns natürlich anschauen. Also mieteten wir ein Auto und machten uns am Wochenende auf den rund 200 km langen Weg. Und tatsächlich – wir wurden nicht enttäuscht. 😊 Auch unser Gasthaus Pousada Barbara war super hübsch.

Allerdings sieht es so aus, als könnten wir die geplante Abfahrt am 1. November noch nicht einhalten. Der Grund sind unsere grossen Frontscheiben: Sie sind schon seit längerer Zeit undicht. Ich habe mich bisher nie getraut, sie herauszunehmen und neu einzukleben. Aber unser Bootsbauer Christian – der übrigens auch unseren neuen Tisch mit der Schildkröte gemacht hat – meinte, das sei machbar. Da verschieben wir unsere Abfahrtspläne gern ein bisschen. Und Gabrielas Arm bekommt so auch noch eine Woche mehr Zeit zur Regeneration.
 

 
19. Oktober 2025
Es wird ruhiger in Jacaré

Nicht nur bei uns wächst der Drang, weiterzuziehen. Unsere Stegnachbarn Frauke und Christian mit ihrem Schiff New Life sind am Donnerstag Richtung Karibik aufgebrochen. Mit Conny und Peter, die auf einem Katamaran unterwegs sind, haben wir abgemacht, dass wir in etwa anderthalb bis zwei Wochen gemeinsam als "Bodyboat" (Begleitboot) losfahren. Das findet Gabriela natürlich super – die beiden sind nämlich Ärzte, sogar Orthopäden! So bekommt Gabriela jede Menge nützliche Tipps für ihren Ellbogen.
 

 
12. Oktober 2025
Wir geniessen Jacaré und das heisse Wetter
☀️

In Brasilien war es definitiv nicht möglich, ein Kabel für unsere Windanzeige aufzutreiben, das die nötige Qualität hatte, um es in den Mast zu ziehen. Also blieb nur eine Option: das gebrochene Stück herausschneiden und das Kabel wieder zusammenlöten. Und… es funktioniert!! 😄
Langsam rückt auch der Zeitpunkt näher für unseren Start Richtung Karibik. Gabrielas Arm wird ebenfalls langsam besser, aber ein bisschen beweglicher sollte er noch werden für unsere Reise. Also heisst es: üben, üben, üben!
 

 
5. Oktober 2025
Ganz langsam wird unsere Joyce wieder ein Schiff

Das ist eben in Brasilien so – step by step. Da es hier kaum Ersatzteile gibt, wird noch richtig repariert. Ganze zwei Tage haben die Mechaniker am Kühlschrank gearbeitet. In Europa wäre das keine Frage – vor so einem Aufwand käme einfach ein Neuer her!
Aber... er läuft wieder! 😄

In der Zwischenzeit versuchen wir’s mal mit neuen Lesebrillen – wir sind gespannt auf unseren neuen Durchblick. Und ja, wir lernen auch richtig interessante Leute kennen. Zum Beispiel Silvi, die mit ihrem riesigen Katamaran ganz allein unterwegs ist. Hut ab! Sie ist aber schon wieder Richtung Trinidad aufgebrochen – und das bei über 40 Knoten Wind. Ich denke, wir werden sie dort wieder treffen. 🌊⛵
 

 
27. September 2025

Die Ameisen scheinen – so wie es aussieht – Geschichte zu sein. Alle eliminiert! 🐜🚫 Doch für jedes gelöste Problem tauchen zwei neue auf.
Es ist unglaublich, wie die Feuchtigkeit in diesen Breitengraden nach nur fünf Monaten an unserem Boot nagt.

Die Liste aller Reparaturen wäre ziemlich lang. Die beiden größten Baustellen im Moment sind:
 
1. Der zweite Kühlschrank, der gerade den Dienst verweigert.
 
2. Und am nervigsten: der Windanzeige-Geber ganz oben im Mast. Nach meinen Messungen ist das Kabel gebrochen.Das Schlimmste aber: die Schrauben der Halterung sind ins Aluminium hineingefressen. Da hilft nur ausbohren. (Bis jetzt war ich schon neunmal oben!!)

 
18. September 2025
Nachtrag!

Tja… es war wohl ein bisschen voreilig, die Joyce gleich als „tipptopp“ einzustufen.
Bei genauerem Hinsehen haben sich auf dem Holz kleine weiße Schimmelsporen gezeigt. Aber das ganze Holz mal gründlich abzureiben, schadet ja sowieso nicht.

Doch das eigentliche Problem: Ameisen! Und zwar ziemlich große, rote Exemplare – eine ganze Kolonie.
Jetzt heißt es zuerst das Nest ausfindig machen und dann in die Stadt gehen, um eine passende Chemiekeule zu besorgen, damit auch die Königin dran glauben muss.
 

 
16. September 2025
Wieder zurück in Marina Jacaré / Cabedelo

Unser Rückflug verlief völlig reibungslos – nicht einmal meine vielen Ersatzteile wurden am Zoll kontrolliert. Auch unsere Joyce hat die fünf Monate gut überstanden: kein Schimmelbefall, keine Kakerlaken und, soweit wir sehen, auch keine Sturmschäden. Nur ein Vogel hat beschlossen, seine Nachkommen gemütlich unter der Blache auszubrüten. 😄

Bis wir unsere Joyce am Freitag wieder ins Wasser bringen, haben wir uns in der Marina ein Zimmer gemietet. So ersparen wir Gabriela das mühsame Klettern mit nur einer Hand.
Arbeit gibt es allerdings noch genug, bis unsere Diva wieder so strahlt wie vor unserem Heimaturlaub.

 

 
26. August 2025
Auch Zuhause ist es nicht langweilig!

Es war genial, all unsere Freunde wiederzusehen – und auch die Streetparade mal wieder live zu erleben. Doch nicht nur unsere Joyce braucht hin und wieder ein Ersatzteil: Auch Gabriela hat sich nach einem Sturz mit dem Fahrrad ein brandneues Radiusköpfchen gegönnt. Wir sind aber zuversichtlich, dass mit viel Schonung, anschließend noch mehr Training und am Ende mit der nötigen Vorsicht unser Plan klappt: Am 15. September wollen wir nach Brasilien zu unserer Joyce fliegen. Dort haben wir dann genügend Zeit, unsere Diva für den nächsten Törn in Richtung Französisch-Guayana vorzubereiten.
 

 
8. April 2025
Die letzten Tage im Hotel Pousada 4 Cantos in Olinda

Heute ist es endlich so weit! 😄✈️ Abflug in die Heimat!
Die letzten Tage haben wir nochmal in vollen Zügen genossen – im charmanten Hotel Pousada, mitten im wunderschönen Städtchen Olinda, direkt neben Recife. Traumhaft! 🌴☀️

Aber jetzt steigt die Vorfreude so richtig: Wir können’s kaum erwarten, endlich wieder die kühle, frische Schweizer Luft zu atmen, das trockene Klima zu spüren – und natürlich all unsere lieben Freunde wiederzusehen! 🥰💨

Hallo Schweiz – wir kommen! 🇨🇭🎉
 

 
2. April 2025
Die Joyce ist auf ihrem Trockenplatz und wir bereit für den Heimaturlaub

Ja, es gab dann doch noch ein paar Momente, in denen uns das Blut in den Adern gefror – Augenblicke, in denen wir den Atem anhielten und hofften, dass alles gut geht. Die Methoden, ein Schiff hier trocken zu legen, sind eben etwas rustikaler und schweißtreibender als in den europäischen Häfen. Da wird nicht zimperlich mit Hightech-Kränen gearbeitet – hier geht’s zur Sache!

Am Ende zählt aber nur eins: dass alles klappt und nichts wirklich Wichtiges zu Bruch geht. Bei uns mussten zwei Bodenbretter dran glauben – die Joyce hatte sich durch die Aktion etwas verzogen, und die Befestigungsschrauben gaben nach. Ein kleiner Preis für die große Erleichterung, als sie schließlich sicher und stabil an ihrem Sommerplatz stand.

Jetzt können wir tief durchatmen, den Staub abschütteln und ganz entspannt in den Heimaturlaub gehen.
Die Abenteuerpause ist offiziell eingeläutet! 🚤🌞

 

 
25. März 2025
Auch Doofe haben ab und zu Glück

Auf unserer Weiterreise im Herbst kommen wir an Französisch-Guayana und Suriname vorbei. Und dort ist es obligatorisch – vor allem, wenn man aus Brasilien kommt – eine Gelbfieberimpfung vorweisen zu können.

Wie ich schon erzählt hatte, wollten wir diese Impfung ursprünglich in Teneriffa machen, aber das wurde abgelehnt, weil ich zu alt bin – die Impfung wird nur bis maximal 65 Jahre gemacht.

Hier im Einkaufszentrum gibt es ein Impf-Atelier, und wir haben gefragt, ob wir eine Dengue-Impfung machen könnten. Sie meinten: „Klar, kein Problem!“–  Aber… wir haben uns leider vorher zu wenig informiert, denn diese Impfung wird eigentlich überhaupt nicht empfohlen.

Für die Dengue-Impfung gibt es verschiedene Impfstoffe. Auch hatten wir im Nachherein eher ein mulmiges Gefühl. Also haben wir uns  nochmals genauer über Stamaril , unserem Impfstoff, schlau gemacht – und siehe da, wir wurden gar nicht gegen Dengue geimpft sondern  gegen Gelbfieber! Und das ganz ohne Nebenwirkungen. Jackpot!

            Suriname, mach dich bereit – wir kommen! 😄🌴

 
21. März 2025
Wieder zurück in Cabedelo

Wir sind wieder zurück in der schönen Hafenanlage. Ich muss sagen, wir hatten echt ein goldenes Händchen bei der Wahl dieses Hafens –  Ein absoluter Glücksgriff. 🏆
Wenn man in Brasilien sein Boot mal eben trockenlegen will, wird's schnell knifflig – die Auswahl ist nicht sehr gross. Auch hier, hat es nur gerade Platz für 7 oder 8 Segelboote. Und.. in 9 Tagen geht es raus!
Und dann ab in die Schweiz, bis im September.
️ Auch für den Heimaturlaub haben wir ein riesen Privileg. Die meisten Segler haben ihr Zuhause für das Leben auf See komplett aufgegeben. Wir zum Glück nicht – unsere Wohnung in Zufikon wartet auf uns.

Wir freuen uns riesig! 🇨🇭⚓

 
14. März 2025
Die schönste Stadt der Welt

Früher war Rio de Janeiro das letzte Versteck für Gesetzlose – quasi auch das „Piratenparadies“ Südamerikas. Wer nicht aufpasst hat schneller ein Messer im Rücken als ein Caipirinha in der Hand.  Nicht unbedingt der ideale Touri-Hotspot.

Aber landschaftlich? Unschlagbar!



Gabriela konnte den ganzen Hype um die Stadt anfangs nicht so recht nachvollziehen.
 Aber nach einem Ausflug auf den Zuckerhut 🏔️,  zum „Christus der Erlöser   und der Copacabana 🏖,  dem berühmtesten Strand der Welt war sie schon fast überzeugt.

Für das Highlight unseres Aufenthalts hatten wir einen Helikopterflug über Rio geplant – es sollte ein unvergessliches Erlebnis werden, das die Schönheit der Stadt aus einer ganz neuen Perspektive zeigt. Doch es kam anders. Die Bedingung war, dass mindestens drei Passagiere an Bord sein mussten. Und so warteten wir … doch kein weiterer Passagier tauchte auf. Der Traum vom Flug zerplatzte.

Aber nichts – wirklich nichts – kann Rios Magie schmälern! Diese Stadt ist und bleibt die schönste der Welt! 🌅✨

 

 
6. März 2025
Was gibt es Neues aus Brasilien

Unsere neue Tischplatte nimmt langsam Gestalt an.
Dann hat in Brasilien der Karneval begonnen 🥳– da stürzen wir uns mal mit unseren Schiffsnachbarn ins Getümmel!  In den Breitengraden, wo wir jetzt sind, scheint der Karneval nicht aussergewöhnlich speziell zu sein: viel Lärm und viel Caipirinha.

Dann hat uns unsere Waschmaschine verlassen. Sie hat die 60-Hertz-Spannung nicht vertragen (in Europa sind es 50 Hertz). Leider ist die Candy-Waschmaschine die einzige, die die passenden Masse hat, damit sie in die Joyce passt. Aber so wie es aussieht, wird sie nicht mehr produziert. Das heisst, dass wir in Zukunft Waschsalons suchen müssen, um unsere Wäsche zu waschen. So eine Sch…!

Dann geht es nächste Woche für sieben Tage nach Rio de Janeiro ins Hotel Royal Rio Palace – Urlaub im Urlaub! 😎  Da sollte der Karneval vorbei sein, die Preise wieder im normalen Bereich liegen, und wir haben viel Zeit, die schöne Stadt in Ruhe zu erkunden.
 

 
24. Februar 2025
Unser Camping-Tisch bekommt ein Upgrade – und zwar ein richtig schönes!

Genauer gesagt: Die Tischbeine bleiben, aber die Platte wird zum Kunstwerk! ✨ Und das Highlight? Eine wunderschöne Schildkröte wird in die Oberfläche eingelegt  🐢 Dazu gibt's einen feinen Rahmen um das Ganze noch edler zu machen. Und dann? Lackieren, polieren, lackieren, polieren – X-mal, bis das Ding so richtig glänzt!

Aber wir wollen ja keinen massiven Holztisch rumschleppen. Deshalb bekommt die Platte einen Schaumkern – eine Technik direkt aus dem Bootsbau! Leicht und stabil.

Und noch ein Grund zum Feiern: Morgen sind wir seit einem Jahr am Stück unterwegs!
 

 
16. Februar 2025
Das Wetter hat sich wieder normalisiert

Und jeden Tag eine Kokosnuss oder zwei 😊

Auch meine Ersatzteile sind angekommen. Aber wie befürchtet, sie passen nicht! Meine Wanten sind 8 mm, doch meine Salingnock ist für 10 mm ausgelegt. Jetzt habe ich zumindest die Erkenntnis und bestellen werde ich sie in der Schweiz.

Wichtig ist, dass ich das Rigg nach unserer Rückreise reparieren kann, denn mit den Wanten ist auf dem Atlantik nicht zu spassen.

Mit dem Mietauto waren wir diese Woche in Recife. Und hier hat sich die Entscheidung, in Cabedelo zu bleiben, als sehr gut erwiesen. Recife hat einen superschönen Hafen, aber die Stadt ist schon ein bisschen chaotisch und ziemlich zugemüllt.
 

 
8. Februar 2025
Eine Woche Regen und der Wahnsinn mit der Einfuhrsteuer

 
Die Regenfälle dauerten eine Woche, sodass nicht viel Zeit zum Spazierengehen blieb. Aber wir haben ein neues Schweizer Paar kennengelernt – Robi und Baba mit ihrem Schiff Maxi . Das lockert die regnerischen Abende ein wenig auf. Die SY Noe und die SY RosyJane sind weiter in Richtung Salvador unterwegs.

Und ja, da ist noch das mit den Ersatzteilen! Unsere Saling-Nock ist durchgescheuert, und das Ersatzteil gibt es nicht mehr. In Frankreich habe ich einen Teil gefunden, der zwar eine etwas andere Form hat, aber passen soll. Das Ersatzteil in der Schweiz zu beschaffen und das Risiko einzugehen, dass es dann doch nicht passt, ist mir zu groß. Denn wenn es nicht passt, habe ich während unseres Heimaturlaubs genug Zeit für weitere Abklärungen.

Aber die Einfuhrsteuer in Brasilien ist WAHNSINN. Die Saling-Nock kostet 136 €, dazu kommt eine Einfuhrsteuer von 290 € und abschließend noch die Versandkosten bei FedEx 218 €. Da belaufen sich die Gesamtkosten auf 644 €.
 

 
29. Januar 2025
Da hatten wir die richtige Entscheidung getroffen

 
Auf dem Atlantik geht momentan so richtig die Post ab! Zum Glück sind wir in dieser Zeit nicht auf dem Weg in die Karibik. Auf der Karte sind Winde bis zu 35 kn zu sehen – in der Realität ist es meist noch viel stärker.
Bei uns gibt es in der Nacht Regenfälle, bei denen man meinen könnte, Petrus hätte die Schleusen für eine Sintflut geöffnet.

Wir haben jetzt ein Auto gemietet und gehen ein bisschen auf Entdeckungstour in Brasilien. Gestern haben wir eine Cachaça-Destillerie besichtigt.
Uns gefällt es hier sehr gut, und sogar das Autofahren ist trotz des hohen Verkehrsaufkommens sehr entspannt. Überhaupt erster Eindruck von hier wir haben selten so friedliche Leute erlebt. Keiner hupt, keiner zeigt dir den Stinkfinger und wenn du etwas suchst sind alle extrem hilfsbereit.
 

 
23. Januar 2025
Brasilien heisst uns willkommen

 
Ein Taucher konnte uns von unserem Missgeschick mit dem Fischernetz befreien. Das Personal der Marina half uns dabei, eine brasilianische Steuernummer, die sogenannte CPF, zu bekommen. Ohne diese Nummer läuft in Brasilien fast nichts.
Wir müssen sagen, die Einheimischen hier sind aussergewöhnlich hilfsbereit und freundlich. Auch der Hafen scheint perfekt zu sein, um Anfang April die Joyce aus dem Wasser zu nehmen, sodass wir für ein paar Monate Heimaturlaub machen können.
Zuvor planen wir jedoch noch einen Törn in die Grosstadt Recife.
 
 
17. Januar 2025
Cabedelo / Marina Jacaré Village

Nach zwei Tagen und zwei magischen Vollmond-Nächten erreichten wir Cabedelo. Der Hafen, versteckt an einer Flussmündung ein wenig im Landesinneren, hielt jedoch eine unerwartete Herausforderung für uns bereit. Ein unsichtbares Fischernetz, quer über den Fluss gespannt und unmarkiert brachte uns zum stehen. Doch die weiterfahrt funktionierte trotzdem. Als ich im Hafen den Retourgang einlegte, blockierte dieser. Mit unzähligen Wechseln zwischen Vor- und Rückwärtsgang gelang es uns schließlich, die Joyce in die Box zu stellen. Mal sehen wie wir das Netz bei dunkel braunem Wasser wieder entwirren können.

Doch das Abenteuer war noch nicht vorbei. Am nächsten Tag steht das Einklarieren auf dem Programm – Gemeinsam mit unseren Freunden von der SY Noe und SY RosyJane stürzten wir uns in das bürokratische Labyrinth. Mit einem Taxi legten wir gut 80 Kilometer zurück, um die Wasserpolizei, die Einwanderungsbehörde und den Zoll abzuklappern. Jede Station erforderte Geduld und endlose Formalitäten.
Wir haben es geschafft. Wir sind da!

 

 
13. Januar 2025
Es ist Zeit für das Festland

So schön die Insel auch ist, das Problem ist, dass es hier keinen Hafen gibt. Außerdem gibt es keine wirklich sicheren Buchten. An unserem Ankerplatz haben wir zeitweise Wellen von 4 bis 5 Metern – eigentlich keine Wellen, sondern Schwell. Das macht das Liegen ziemlich ungemütlich, um nicht zu sagen katastrophal. Auch mit dem Dingi an Land zu kommen, ist ein echtes Abenteuer.

Deshalb haben wir beschlossen, morgen weiter zum Festland zu segeln – nach Cabedelo in die Marina Jacaré Village. Der Törn wird etwa zwei Tage dauern und ist 240sm.
 

 
8. Januar 2025
Fernando de Noronha

Land in sicht!!  Am 8. Januar 13:25 fiel der Anker in der Bucht von Fernando de Noronha in Brasilien. Nach 10 Tagen und 23 Stunden fahrt über den Atlantik erreichten wir die sensationelle Naturschutzinsel. Die Begrüssung war fabelhaft. Unzählige Delfine schwammen um uns herum als würden sie uns begrüssen.

Hier ist auch der Link für den Reisebericht. (auch im Tracking sichtbar)
 

 
6. Januar 2025
Äquator-Taufe

Am 6. Januar 2025 um 08:49:12 ( Schweizer Zeit: 12:49:12 ) haben wir den Äquator überquert. Jetzt sind wir auf der südlichen Halbkugel der Erde. Von jetzt an drehen die Tiefdruckgebiete im Uhrzeigersinn und die Wasserwirbel im Gegenuhrzeiger.
 

       
 
3. Januar 2025
Bergfest 687,5 sm

Und schwups, schon ist die Hälfte vorbei!
Am 3. Januar um 11:51 haben wir die Hälfte geschafft. Das gehört natürlich angestossen – unter uns dreien. Nicht zu vergessen: Poseidon, der Meeresgott, der dafür sorgt, dass die Winde stimmen, das das Meer friedlich ist und dass wir heil ankommen.

Bis jetzt eine Hammerfahrt Fahrt! Keiner von uns wurde seekrank, die Winde passen perfekt, Joyce ist in Hochform, und wir haben riesigen Spass. 😊

Schade ist, das uns die ganze Fahrt das Sargasso-Gras begleitet. Aber daran muss man sich wohl gewöhnen, denn es breitet sich immer mehr aus. Wer weiss – vielleicht deckt es eines Tages die ganzen Ozeane.

 

 
1. Januar 2025
Erster Tag im 2025 auf unserer Atlantik-Überquerung

Das nenne ich mal ein genialen Start auf einer neuen Webseite!
Das neue Jahr startet auf
 N 10°56'479" -  W 26°59'802" mitten auf dem Atlantik.
Und ja, ich muss noch das "aber..."von der letzten Webseite erklären! Barbados haben wir spontan durch Brasilien geändert. Grund: In der Karibik gibt es mittlerweile zu viele Segelboote, und dort wird man schamlos abgezockt. Vielleicht besuchen wir die Karibik später auf dem Rückweg.
Im Moment sind wir super unterwegs – ideale Bedingungen! Unsere Joyce ist allerdings keine Regatta-Yacht, daher entfernt sich unser Buddy-Boot RosyJane immer weiter nach Süden. Dank Starlink sind wir jedoch täglich zweimal in Kontakt.
Die erste Insel, die wir ansteuern, ist Fernando de Noronha, etwa 230 Seemeilen vom brasilianischen Festland entfernt.