Zypern vom 23.April bis 7.Mai 2005
 

Larnaca Marina
23.April 2005
Dürfen wir unser Schiff , das für zwei Wochen uns gehört, vorstellen.
Sie heisst Daphne und ist zwei Jahre alt. Ihr Zustand, na ja eigentlich gut, bis auf ein paar Kleinigkeiten.
Die Übergabe ging reibungslos und das Einkaufen haben wir auch schon hinter uns.

Was sonst noch alles los war ist eine andere Geschichte, oder ein anderes Wort: Budapest
Bei der Zwischenlandung wurde ich ausgerufen und anschliessend praktisch verhaftet. Der Grund, meine private Schwimmweste, die ich schon zehn Jahre mitnehme. Ich musste die Luftpatrone, die für's automatische aufblasen ist ausbauen und ihnen geben. Jetzt ist sie eigentlich kaputt. Das ist leider noch nicht alles. In der ganzen Hektik, war die Handtasche von Gabriela, was sie aber erst wieder im Flugzeug merkte, weg. Ihr Natel, das ganze Bargeld und die Flugticket haben wir abgeschrieben.
Na ja was solls, die Ferien haben erst begonnen. Ab jetzt gibt es nur noch positive Berichte !!!

 
      

Governor's-Beach
24.April 2005
Nach gestern haben wir extrem gut geschlafen. Bevor wir unseren ersten Trip anpacken müssen wir uns zuerst in der Marina (Polizei) abmelden. Wie befürchtet extrem kompliziert. Man könnte glauben wir sind die ersten, die die Marina verlassen. Aber man kennt sie ja die Griechen.
Alles erledigt stechen wir in See. Das Wetter, nicht wie im Wetterbericht bewölkt, sondern strahlend schön. Ein kleiner Nachteil der Wind, gerade auf die Nase, mit angenehmen 18 Knoten.
       
Nach 31 Seemeilen erreichen wir den Industriehafen von Governor's Beach. Erst dachten wir, Industrie sicher nicht. Dort angekommen machte das Gelände eine spezielle Atmosphäre.
Wir setzten den Anker, Gabriela kochte Spaghetti, und ich testete den Whiskey den wir im Flughafen gekauft haben.

Limassol
25.April 2005
Nach einer sehr ruhigen Nacht, ermunterte uns hektisches treiben und komische Geräusche zum aufstehen. Neben uns war ein schwimmendes Trockendock mit zwei Kriegsschiffen, die ins Wasser gelassen wurden. Es war sehr eindrucksvoll zuzuschauen,  wie das ganze Dock im Wasser versenkt wurde, damit die Boote rausfahren konnten
Nachdem sich die Lage allmählich beruhigt hat, machen wir uns auf den Weg zu unserem Tagesziel Limassol. In den Hafenbücher steht, das es sehr unwahrscheinlich ist in dem grossen Hafen einen Platz zu bekommen. Also beschlossen wir den Yachthafen St. Rafael anzulaufen und mit dem Taxi in die Stadt zu fahren.
Limassol ist sehr gross und es hat unzählige Modegeschäfte. Also ideal zum Lädelä. Ich zog aber ein kühles Bier in einem schattigen Bistro vor. Anschliessend ist ein Spatziergang an der Strandpromenade angesagt.
Und den Discobesuch verschieben wir auf den nächsten Herrentörn.
Pissouri-Bucht
26.April 2005
     
Wau .......... da staunt ihr       das entschädigt alles.          Eine Flugschau nur für Gabriela und mich mitten auf dem Meer.
  Es ist acht Uhr früh. Das Wetter vom Feinsten.
Das hält kein Langschläfer mehr im Bett. Heute ist wieder eine Bucht angesagt. Also Duschen, Frühstücken und bei den Hafen-Machos (sorry Beamten) abmelden. Denkste..... Sie wollen es über Funk, beim Auslaufen hören. Gemacht getan obwohl wir beide ein bisschen Mühe mit Funken haben.
Danach ging alles easy, bis wir ein donnern und krachen  hörten. Die Flugakrobaten machten ihre Übungen genau über uns.
Gabriela und ich sitzen auf dem Vorderschiff, völlig überwältigt. Nachdem alle Fotos im Kasten sind und das ganze "schon vorbei" ist geht es weiter zur Pissori-Bucht. wo wir Pouletbeinchen braten und uns nochmals an den perfekten Tag erinnern.

 


Pafos
27.April 2005
Der Ankerplatz gestern Abend war nicht ideal, zuviel schwell .Gabriela jagte die ganze Nacht den Mücken nach und ich habe mich gestern ein bisschen erkältet.
     
Ein neuer Morgen, die Sonne scheint, dazu das Frühstück von Gabriela und schon ist alles wieder im Lot.
Unser Ziel heute: Pafos. Wieder ein Hafenstädtchen. Die Abwechslung, ein Tag Bucht und der andere Tag Hafen, ist glaube nicht schlecht.
In Pafos mussten wir Ankern, da es kein Platz zum festmachen hatte. Wie gewohnt nervt mich die Hafenpolizei. Soo kompliziert. Vielleicht gewöhne ich mich ja bis ende Ferien an die Griechen-Machos. So jetzt freue ich mich auf das Nachtessen. Chinesisch  mmm........

Lara-Bucht
28.April 2005
Beim Segeln wird es einem nie einfach gemacht, es wird auch nie langweilig. Also erst der Segelbericht:
Unsere Batterien wollen sich nicht mehr richtig aufladen. Habe schon alles probiert, muss mich aber damit abfinden. (schreibe diesen Bericht auch unter Motor).
So jetzt zum heutigen Tag: Unser Ziel die Lara-Bucht. Erster Eindruck, nicht's los. Also bestelle ich bei Gabriela ein kaltes Plättchen, und mache dazu eine Flache Wein auf. Danach stiegen wir ins Dingi liessen es am Strand stehen und machten uns zu Fuss weiter. Auf der anderen Seite der Bucht fanden wir ein herziges Restaurant, wo wir uns nochmals ein Glas Wein genehmigten. Bevor die Nacht einbrach gingen wir auf's Schiff zurück. Zum Glück, denn später wurde es so dunkel wie in einem Kuhmagen. Wir hätten den Weg nicht mehr zurück gefunden. Meine Maus kocht uns das Abendessen auf dem Schiff, und ich schreibe für die Webseite.

 
     

Latchi-Hafen
29.April 2005
Ich weiss was was keiner weiss.......Der 29. April ist Karfreitag und übermorgen ist Ostern, jedenfalls hier auf  Zypern. Gell das habt ihr nicht gewusst ??  Wir fragten uns weshalb überall Ostereier herum stehen. Jetzt ist es klar. Anscheinend wird Ostern nicht überall am gleichen Datum gefeiert.
Und im Wetter bin ich auch schlauer geworden. Ich dachte immer der Wetterbericht stimmt überhaupt nicht, weil heute hat`s geheissen, Windrichtung Süden. Ich dachte fasst richtig, nur aus der entgegen gesetzten Richtung. Dabei habe ich gelernt: Der Wind sagt man: woher er kommt und der Strom wohin er geht. Das heisst: wenn der Wetterbericht sagt: Windrichtung Süden, das heisst Nordwind. Unlogisch nicht? na ja, wie so vieles im Leben.
Übrigens heute sind wir in Latchi, der Nördlichste Teil unserer Ferien.. Das Ort ist soo schön , wir glauben, hier verbringen wir zwei Tage. Also wir wünschen euch schöne Ostern und bis morgen.
 
Latchi-Hafen
30.April 2005
     

Da wir heute in Latchi bleiben, haben wir Zeit, uns nochmals am Batterieproblem zu widmen.
Um sie aufzuladen brauchen wir unbedingt Strom. Der Hafen ist aber noch im Bau und die einzigen die Strom und Wasser haben, ist die Polizei, die am selben Steg, vis a vis liegen. Wir jammern, und betteln das unser Alternator kaputt ist. Doch keine Change. Sie wollen das gar nicht einreissen lassen, das alle Segler etwas von Ihnen wollen.
Der Inhaber unseres Nachbarschiff verspricht uns, mir einer Strom- Leitung  vom Restaurant gegenüber auszuhelfen.
Wir warten bis in die Nacht hinein, .......... ohne Hilfe !!!
Ich glaube langsam; ausser Sprüche klopfen, machen sie gar nichts.


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Latchi-Hafen
1.Mai 2005
   
  Latchi der dritte Tag.
Nachdem ich mich wieder beruhigt habe, beschlossen wir am Morgen hier zu bleiben. Ohne Alternator und Batterien, die fasst leer sind, ist es zu gefährlich loszufahren.
Also starten wir nochmals einen Versuch.
Endlich Erfolg! Jason, ein unbeschreiblich hilfsbereiter Engländer der hier auf dem Schiff lebt, nimmt sich unserem Problem an. Er stellt auch fest das der Alternator defekt ist und ersetzt werden muss. Er würde uns einen neuen organisieren. Doch es gibt ein Problem. Ostern ist hier das grösste Fest im Jahr. Und bis Mittwoch sind alle Geschäfte geschlossen.
Jason kann organisieren, das wir vom Restaurant, am ende des Steges Strom kriegen damit wir die Batterien aufladen können. Wenn wir extrem sparsam sind, sollte es zurück, bis St. Rafael reichen, wo die nächste Werft ist. Und wenn der Wetterbericht stimmt, ist auch der Wind mit uns.
Erleichtert, das sich unser Problem lösen lässt, können wir uns dem Osterfest widmen.
Pafos-Hafen
2.Mai 2005
     
  Rückblick
Endlich laufen wir wieder aus. Wir verabschieden uns von Jason, Jan und der ganzen Crew. Dass war wieder mal einen Abend!! Der Rum floss in rauen Mengen und Jan der Käpten vom Schiff Angelina gab sich die Ehre und traute uns! Es war einen anstrengenden Hochzeitsabend. Mäge flog Gott sei Dank diesmal nur vom Stuhl, doch Marc viel gleich vom Schiff. Ja Bravo!!!! So endete einen trümligen Abend.
Heute viel der Anker wieder in Pafos. Nachdem wir die Papiere der Hafenpolizei gezeigt haben und ein Bierli in der Hafenkneipe tranken, sind wir wieder auf unser Schiff zurück. Soooo ein Pech, der Schlüssel klemmt und wir kommen nicht mehr rein. Ein Kind muss her, dass wir durch die Schlafzimmer-Luke runterlassen können. Siehe da, Ein Vater mit seinem Kind zog mit dem Dingi vorbei, die wir mit winken auf unser Schiff lotsen. Mega wie die kleine die Türe aufbrachte. Die Schoggistengeli hat sie sich redlich verdient!
St. Raphel-Hafen
3.Mai 2005
     
  Hilfe!!! Als ich erwachte, meinte ich Karl Dall liegt neben mir. Wurde doch Mäge in der Nacht von einem Moskito ins Auge gestochen. Unser Reiseziel ist St. Raphael, wo unser Alternator ersetzt werden soll. Unterwegs entdeckte Mäge eine Riesenschildkröte. (ca. 80 cm Durchmesser) So kam es, dass wir eine Mann über Bord Übung einleiteten. Wir sahen sie nochmals kurz, bevor sie ganz untertauchte. Nach 42 SM segeln haben wir doch prompt einen Fender verloren. Das konnte nicht all zu lange her sein und wir machten einen Schlag zurück. Siehe da das Glück ist zurück gekehrt.............

Die blaue Segelyacht gehört der Familie mit dem Mädchen, dass uns die Abgangstüre geöffnet hat. Sie sind seit 4 1/2 Jahr auf Weltumseglung und sind jetzt auf dem Heimweg nach Deutschland. Der Zufall ist, dass ich ihre Homepage öfters zu Hause mitverfolgte.
 


St. Raphel-Hafen
4.Mai 2005
     
Der Wetterbericht sieht heute gar nicht gut aus, ca. 50 Km/h. Wind. So haben wir beschlossen, den heutigen Tag auch in St. Raphael zu verbringen. Da wir unbedingt kein Risiko eingehen wollen. Versteht sich oder? Gegen Mittag nehmen wir den Bus nach Limosol, sitzen in ein Strassenkaffee und schlendern später durch das Künstlerviertel.  Mit Shoppen ist heute nichts, da Mittwochnachmittag alles Geschärfter geschlossen haben. Jetzt ist es 20:00 Uhr und es ist heute wieder mal Chinesisch angesagt! En Guete!!  Ansonsten ist es heute eher lasch , aber das muss halt auch mal sein.

Governor's-Beach
5.Mai 2005
     
 
Und schon ist der zweitletzte Tag da
Den verbringen wir nochmals in der Governer's Beach, wo wir am ersten Tag waren. Die kurze Strecke bringen wir unter Segel im Eiltempo hinter uns.
Die Hafenanlage hat einen ganz eigenen Charakter. Normalerweise sind Industriehäfen scheusslich. Dieser ist irgendwie mystisch oder sogar ein bisschen unheimlich. Man kann den ganzen Tag dem Treiben des Trockendocks zusehen. Das sich versenkt, zum. Schiffe ins Wasser zu lassen. Oder sich hebt, um sie ins Trockene zu bringen, damit sie reparieren werden können.
Wir verbringen den Nachmittag auf Deck und geniessen die Sonne. Wer weiss, wie das Wetter zuhause wieder ist.
Gegen Abend kocht uns Gabriela Pasta al rabiata und ich mach dazu eine Flasche Sekt auf.
Wenn es dann dunkel wird ziehen wir noch ein Video auf dem Läpti rein.

Larnaca Marina
6.Mai 2005

  Und schon wieder ist ein Törn vorbei. Uns bleibt nur noch der Rückflug. Hoffentlich hat das mit der Flugticket-Nachbestellung geklappt. Sonst bleiben wir halt noch ein bisschen hier. Rückwirkend müssen wir sagen, es war ein interessanter Törn. Auch hatten wir zwei Wochen Sonnenschein und kein Tropfen Regen. Ist doch auch was. Gut einwenig anstrengend. Doch am Schluss  haben wir alle Probleme gemeistert. Wir hoffen es hat euch Spass gemacht, bei unsere Reise dabei zu sein.

Gabriela & Maege

Eine extrem gute Nachricht haben wir noch.
Auch wenn ich ein bisschen viel über die Griechen gmotzt habe, sie seien Machos. Manchmal hat es auch seine Vorteile. Bei der Schiffsrückgabe meinte der Yachtvermieter, es sei seiner Firma sehr unangenehm, das wir soviel Ärger mit dem Motor hatten. Deshalb schenken sie uns einen Gutschein für eine ganze Woche mit Daphne. Einzulösen bis Ende 2006.  Mega !!!