Türkei 2009
vom 17. bis 31. Oktober

18. Okt.
Pupa Yachting
Marmaris
Schon ist wieder ein halbes Jahr vorbei und der nächste Törn in der Türkei hat begonnen.
Der schöne Herbst zuhause hat uns veranlasst, den Sommer schon zu beenden. Sieht wenigstens so aus, an den Kleidern, die wir mitgenommen haben. Fast nur langärmlige Tshirt`s. Oder der Kanaren-Törn liegt uns noch in den Knochen.......
Die Temperatur hier liegt so bei 28°.
Die Hinreise hat gut geklappt und irgendwie gewöhnt man sich an das viele Umsteigen. Mit der Bahn zum Flughafen, dann erster Flug nach Istanbul, mit einem guten Essen (nicht wie bei Swiss). Dann 3 Stunden warten und Weiterflug nach Dalaman. Mit dem Bus nach Marmaris (100 km) und zuletzt ein Taxi, der uns ans Ziel bis Pupa Yachting brachte. Im Hotel angekommen waren wir ziemlich platt, genossen noch zwei Bierchen und sind dann tot umgefallen.
Die Yacht haben wir erst ab Montag reserviert. Darum geniessen wir noch das tolle Wetter im Städtchen, was keine Strafe ist.
Die Yacht heisst übrigens Apetitus, wo wir schon im Frühling 08 gechartert hatten.
           
   
 

   
19. Okt.
Pupa Yachting
Marmaris

Der Stationsleiter  meinte er habe eine Uberraschung für uns. Das wir unsere Apetitus schon am Morgen übernehmen können. Kurze Zeit später korrigierte er sich. Die Yacht sei noch defekt und es könnte auch später werden. Also machten wir auf Gemütlich und verbrachten den Tag an der Bar.
 
  Gegen 15 Uhr war es endlich soweit. Herr Schwizzer, unsere neue Fahne musste gleich als Erstes hochgezogen werden.
   
20. Okt.
Bozukkale
Rest. Alibaba
     Noch ein letztes mal Frühstücksbuffet im Pupa-Yacht-Hotel, dann ein paar Nachreparaturen vom Motor unserer Apetitus und los geht's. Schon kurz nach Marmaris konnten wir die Segel setzen, einfach toll...... Da dachten wir nicht ans Ausruhen und segelten gleich bis ans Kap von Bozukkale. Im selfmade Restaurant schlemmten wir einen vorzüglichen Dorade. Mmmhhhh..... wirklich lecker. Bei Kaffee und Schokolade beendeten wir ein herrlichen Tag auf unserer Yacht.
 
  
     
21. Okt.
Hafen
Bozburun
    
     
  Keiner kann sagen das es uns nicht gut geht. Erstes Bild vom Tag: Schlafzimmerluke mit strahlend blauem Himmel. Dann Frühstück hinten auf der Yacht. Danach Leinen los und Segel hoch. Eigentlich wollten wir Erholungsferien, gemütliches Tümpeln in türkischem Gewässer. Aber der Wind bläst so fantastisch, dass wir den ganzen Tag am Limit segeln können. Also für mich affengeil. Die ruhigen Tage für Gabriela kommen bestimmt noch.
In Bozburun angekommen lernten wir nette Segelfriks von Österreich und der Schweiz kennen. Ihr Spruch: Die Flaggen von Schweizern und Österreichern sind beide gleich. Ausser die Österreicher haben ein Minus und die Schweizer ein Pluszeichen.
Gegen Abend machen wir noch ein gemütlichen Spatziergang und lassen den wundervollen Tag mit einem kalten Bierchen in der Abenddämmerung zu Ende gehen.
   
22. Okt.
Rest. Aurora
Selimiye

   

   
  Endlich ein Tag wie für Gabriela gemacht. Gemütliches Tümpeln wie sie es liebt.
Kurzes verabschieden von unseren Yachtnachbarn und los geht's oder besser lostümpeln Richtung Bucht von Selimiye, Restaurant Aurora, wo wir herzliche Erinnerungen von den letzten Törns haben. Sie eine Schwedin (Suzan), er Hussein der Türke. Ihre Gastfreundschaft ist speziell, oder besser gesagt ihr Geschäftssinn. Wir wurden wieder herzlich empfangen.
Als erstens machten wir im Hafenstädtchen einen Bummel, wo wir dann unbedingt noch einen Drink bei Osman nehmen mussten (Photo links). Seine Zähne sind legendär, 18 Karat reines Gold.
Ein kleines Malör als wir wieder auf der Apetitus waren. Es wimmelt hier von nervigen Katzen. Wer Gabriela kennt kann sich vorstellen wie begeistert sie war. Beim säubern von diesen Viechern. Oder besser gesagt vom Schiff runter schmeissen, hat eine Gabriela ziemlich heftig die Hand zerkratzt. Zum Glück haben wir genug Desinfektions-Spray dabei.
   
23. Okt.
Hafen Datca

Vor der Weiterfahrt nach Datca kriegten wir von Husein ein riesen Fladenbrot, was dann gleich zum Frühstück verzehrt wurde. o.k. nicht das ganze. Die Fahrt wurde für mich eigentlich eher zu ruhig. Schade ist das nach Wetterbericht keine Änderung bevorsteht. Es wird nur noch heisser und kein Wind in Sicht.
In Datca angekommen  haben wir kaum Zeit für den Ankerdrunk. Gabriela hat es wie mit einem Magnet zum Märt gezogen. Ich selber bin mit den Gedanken schon beim Abendessen. Letztes Jahr waren wir im Restaurant Culinarium wo das Essen spitzenmässig war.

     
     
 
 
   
24. Okt.
Hafen Datca
     
 
Wir haben uns entschlossen noch einen Tag in Datca zu bleiben. Das heisst aber nicht, das es unbedingt ruhig blieb. Die Nachbaryachten verliessen einen nach dem andern den Hafen. Die letzte, die gleich neben uns angemacht hat,  machte dann auch die Leinen los. Unsere Apetitus fing dann an zu vibrieren, das ist kein gutes Zeichen. In Wirklichkeit heisst das, dass wir einen Ankersalat haben.  Aber für alte Sehhasen ist das nur eine kleine Fitnesübung. Die zweite Übung war, unsere Yacht in den NE Teil des Hafens zu verschieben, da der Hafenwart einen Sturm, der nicht eintraf ankündigte.
Bei diesen Hafenmanöver lernten wir auch zwei Neuankömlinge Rita & Gogo, zwei Schweizer vom Zollikerberg kennen. Wir verbrachten einen wunderschönen Abend mit ihnen. Und eventuell sehen wir sie nochmals bei Aurora am Ende unseres Ferientörn.  Wir würden uns mega freuen.
 
     
25. Okt.
Hafen Palamut
  Schade das Wetter ist momentan nicht mehr so schön wie in der ersten Woche. Aber die Temperatur stimmt immer noch. Der Hafen von Palamut ist sehr klein und herzig. Letztes mal als wir hier waren, hatten maximal 4 Schiffe platz. Aber inzwischen wurde er ausgebackert. Dort wo früher nur Fischerbote festmachen konnten, haben nun auch Yachten platz.
Da ja Sonntag ist wollen wir es uns nicht nehmen lassen heute Abend einen Tatort zu schauen........... 
   
26. Okt.
Hafen Palamut

  
  
  Unser Ziel heute währe Kinidos, das liegt ganz aussen am Cap.  In den Büchern ist beschrieben wenn der Wind aus S bis SO bläst sollte man den Ort so schnell wie möglich verlassen. Heute regnet es Bindfäden und der Wind bläst zum Teil orkanähnlich aus SO. Also folgen wir dem Rat und bleiben wo wir sind. Als alternative gibt es einen Kinotag an Bord. Die Patin Teil 1, 2 und 3. Wenn wir also morgen 4-Eckige Augen haben wisst ihr warum.
   
27. Okt.
Rest. Ogün
Mesudiye
           
     
  Gestern verbrachten wir den Abend mit zwei Laydis, der Wipke und der Berbel, die zu zweit, seit drei Wochen, mit ihrem Schiff Namens Laura, die Meere unsicher machen.
Am Morgen sind sie dann früh weitergezogen da das Wetter wieder perfekt war. Wenigstens am Morgen.
Wir gingen noch ein bisschen unserem Hobby, den Anker von fremden Ketten zu befreien nach. Draussen standen wir vor der Entscheidung; gehen wir jetzt direkt nach Selimiye (Restaurant Aurora) oder nur ein ganz kurzer Schlag zu Ogüns-Place. Wir entschieden uns für die kürzere Rute, da der Wind uns gerade auf die Nase blies und wir auch relativ spät unterwegs waren. Kann ja sein das der Wettebericht nicht recht hat und wir dann Morgen segeln können.
Bei Ogün versuchte ich mal den Anker zu verkatten. Das heisst einen zweiten Anker vor den anderen zu binden. Das letzte mal hatten wir recht Mühe, damit er hielt.
   
28. Okt.
Rest. Aurora
Selimiye
   
  Die Wahl zu Ogün zu gehen war nicht schlecht. Der Empfang war herzlich und er freute sich sehr, über die Fotos die wir ihm vom letzten Besuch mitbrachen.
Die Übung mit Verkatten war vermutlich das einzig Richtige. Bei den staken Winden gestern Abend, hätte es schlecht ausgehen können. Die Fahrt zu Aurora war nicht besonders aufregend. Wie ihr im Film sieht, hatten wir alle Mühe unsere Yacht bei diesen hohen Wellen im  Griff zu halten. ;)
Leider ist noch unser Autopilot ausgestiegen und ich musste die ganze Fahrt unter Motor hinter dem Steuer sein.
Ach ja, Delphine haben wir auch noch ganz kurz gesehen.
   
  Gestern Abend wurde es ein bisschen kompliziert. Aber ich fang mal ganz von vorne an.
Eigentlich haben wir so halb mit Rita & Bobo, (kennen gelernt in Datca) abgemacht. Die kamen aber nicht. Wir gingen dann zum Goldzahn ein Bierchen trinken. Dort lernten wir die Familie von Andrea & Dieter, zwei Schweizer, die hier auf dem Schiff mit ihrem Sohn dem Vincent leben. Sie hatten Besuch von einer Freundin der Uschi. Der Abend wurde sehr lustig. Später gingen Gabriela und ich bei Aurora Essen. Dort ging die Party mit den lustigen Schiffnachbarn weiter.
  
   
          
   
29. Okt.
Pupa Yachting
Marmaris
Wau....., der letzte Tag wie im Bilderbuch. Strahlend blau und kein Lüftchen. Also schnell ein Kaffee. Alle unsere Vorratsresten den Schweizern, die in Selimiye leben bringen. Kurze, herzliche Verabschiedung und dann Leinen los.
Nach zwei Drittel unseres Törns schaute ich in den Kühlschrank. Was sehe ich da... Gabriela hat beim Einkaufen versagt. Nur noch ein Bierchen . Kaum gesagt, kam ein Alarm aus dem Maschinenraum. Der Keilriemen war gerissen. Kein Problem dachte ich. Wir haben ja einen Ersatz. ..... Es war doch ein Problem. Er war zu gross. Jetzt hatten wir aber ein ganz grosses Problem. Unsere Yacht treib auf die steile Felswand zu, wo es zu tief ist, um einen Anker zu schmeissen. Mit voller Besegelung  schafften wir nur 0.8 Kn, um aufs offene Mehr zu segeln. Dort sollte es vielleicht ein bisschen mehr Wind haben. Wir informierten unseren Vercharterer und schafften es bis zum Sonnenuntergang bis Ciftlic, wo es eine Bucht gibt. Dort wollten sie unseren Motor reparieren. Kurz vor der Bucht war dann der Wind ganz aus. Ich sah in der Nähe ein Boot von der Küstenwache. Sofort machte ich Notfallzeichen mit der Taschenlampe. Sie sahen uns und holten Hilfe.
  Im selben Moment telefonierte uns der Vercharterer und meinte wir sollen keine Hilfe annehmen. Sie kommen selber, um unser Boot zu reparieren. Als sie eintrafen merkten sie, dass alle mitgebrachten Keilriemen auch zu gross waren. Schlussendlich konnten sie noch einen richtigen organisieren und so trafen gegen 23:00 in Marmaris ein.
 
      
       
30. Okt.
Pupa Yachting
Marmaris

 

Schade ist der Törn schon wieder vorbei. Es wahr sehr schön und spannend. Auch haben wir viele nette Leute kennen gelernt und neue Erkenntnisse: Zu wenig Wind kann auch gefährlich werden.