Insel Elba  2007 vom 09. bis 30. Juni

 

Zürich
08. Juni 2007

Achtung! Fertig! Los!
 

Italien
Punta Ala
09. Juni 2007
       

     Die Fahrt nach Punta Ala,700 Km (mit kleineren Umwegen
     ein bisschen länger ;-) haben wir hinter uns. Ein Abstellplatz
     für unser Auto ist auch gefunden. Da es keine Möglichkeit
     gibt in der Marina zu parkieren, wartet es jetzt 3 Wochen am
     Waldrand unter einem Strauch mit violetten Beeren.
     Da werde ich halt ein silber - violett - getupftes Benzli haben.
     Ist doch auch schön!
     Unsere Yacht heisst "Top One". Gabriela meint, ein
     kleineres Schiff hätte es für uns zwei auch getan. Aber
     man gönnt sich ja sonst nichts !
     Endlich haben wir mal ein echt grosses Schlafzimmer. Auch
     macht die Yacht einen guten Eindruck, ausser ein paar
     Kleinikeiten, wie z.B. keine Windanzeige-Instrumente.
     Aber welche Yacht ist schon perfekt.
    


Italien
Punta Ala
10. Juni 2007

       
Beim Frühstücks-Espresso an der Italienischen Strassen-Imbissbar besuchte uns eine Wildsau mit ihren 6 Ferkeln. Sie spazierte umher als währe es das normalste auf der Welt.
Den Tag verbrachten wir mit einem Spatziergang, mit Bierchen und so am Strand von Punta Ala. Den ersten Schlag verschoben wir auf Morgen. Als wir wieder aufs Boot wollten, gab es eine riesen Aufregung, da wir den Liegeplatz verlassen sollten, weil heute eine Regatta stattfindet und unser Platz schon reserviert ist.
Wir nahmen es gelassen, machten die Leinen los und verzogen uns in eine schöne Bucht 5 Meilen Östlich, wo wir den Anker setzten.

Italien
Porto Talamone
11. Juni 2007

       

     Ein Tag wie im Bilderbuch
     Erst Frühstück auf den Boot, dann Anker hoch und gleich
     Segel setzen. Den ganzen Tag ohne Motor mit Windstärke 4.
     Hallo Roman und Marlene wenn das so bleibt könnt ihr
     euch freuen! (Sie kommen uns besuchen für 4 Tage)
     In Talamone angekommen machten wir einen Spatziergang
     auf die Burg, wo wir einen schönen Ausblick auf den Hafen
     hatten. Leider ist kein Restaurant weit und breit für ein
     Nachtessen in Sicht. So gab es ein Spaghetti-essen an Bord
     der Top One!!

 

 


Italien
Porto Talamone
12. Juni 2007

       
Eigentlich wollten wir heute Morgen nach Porto Ercole segeln. Aber nach dem Frühstück beschlossen wir, doch noch einen Tag in Talamone zu bleiben. Da der Mistrall zu stark bläst und wir nicht auf Stress aus sind. So brechen wir zu Fuss auf, um am Strand vis à vis den Jungs beim skayten zu zuschauen! Wieder zurück entdeckten wir im Hafen diese dicke fette Qualle! Da lassen wir doch auch das schwimmen  für heute aus;-))

Isola del Giglio
13. Juni 2007

      
 
      Heute war eigentlich Porto Ercole geplant. Das währe unten
    rechts an der Halbinsel. Da wir morgen mindestens bis Forte
    Rochetta wollen, damit wir am Freitag nicht zu weit haben, um
    Marlene & Roman abzuholen, planten wir um auf die Insel
    Giglio. Dort in einer schönen Bucht kocht uns Gabriela eine
    Suppe mit Poulet-Bieinli und Tortellini. Mmm!
    Ansonsten geht es zu wie bei Fahrtensegler. Jeden Tag geht
    etwas kaputt. Heute war der Autopilot dran. Der Zahnriemen
    ist gerissen, den wir sogleich mit Sternlifaden zusammen
    nähten. Mal sehen wie lange er hält.

Italien
Forte Rochetta
14. Juni 2007

       
  Man kann nicht immer gewinnen! Heute Nacht hat mich doch so ein Mistvie von einer Mücke, ihr hört richtig M ü c k e in die Hand gestochen. Die muss mindestens 10x zugestochen haben. Na ja aber der tag war dann genial. Das Wetter wird immer heisser. So ohne Binimi-Top währe die Wärme kaum auszuhalten. Das ist das kleine blaue ganz hinten. So geniessen wir den Tag und ich halte meine Hand zum kühlen ins blaue nass.
 

Italien
Pnuta Ala
15. Juni 2007


 

 

 

 

 

 

 






























    Heute sind Marlene und Roman angekommen. Sie begleiten
    uns die nächsten 4 Tage. Da habe ich doch gleich Roman
    eingespannt um mich auf den Mast zu ziehen, um endlich den
    kaputten Windfahnen zu reparieren. Auch für den genähten
    Zahnriemen bekamen wir in der Marina Ersatz.


Elba
Porto Azzurro
16. Juni 2007

       
  Hallo zusammen, nachdem wir so herzlich von G&M empfangen wurden, machten wir heute unseren ersten Turn auf die Insel Elba. Es hatte genügend Wind um eine geile Schräglage zu schippern. Als wir kurz vor Porto Azzurro waren, startete der Motor nicht mehr. Mich beunruhigte dies nicht gross, da ich beim biken auch nicht motoren kann. Gabriela und Marlene dachten schon an die Benutzung der Rettungsinsel. Aber Mäge mit seinem Wissen und Können und schon kam alles wieder gut. Jetzt wo wir einen Platz im Hafen gefunden haben, können wir einen super schönen Abend geniessen in einem der schönsten, romantischen Ort auf dieser Insel.

Elba
Porto Ferraio
17. Juni 2007

       

  Nach einem aufbauendem und reichhaltigen Frühstück stachen wir in Richtung Hafenausgang und dann links in eine kleine Bucht wo wir eine Badepause einlegen mussten. Die kleine Stärkung in Form von Käse, Fleisch und WEISSEN PFIRSICHEN gab uns wieder Motivation um den Resten der langen Tagesetappe zu bewältigen. Unsere Quindi (Stv. Skipper) machte ihre Arbeit super und überholte die Mitsegelnden mit Leichtigkeit. Das grosse AAAA und OOOO kam, als wir in den Hafen von Porto Ferreiro einbogen. Es war einst das Exil von Napoleon und keiner von uns versteht es, dass er diesen Ort wieder verlassen hat. Schade auch wir müssen diesen schönen Ort wieder verlassen!!

Italien
Punta Ala
18. Juni 2007

       
 

     Porto Ferrairo kann man nicht einfach so schnell wieder
     verlassen. Also wurden gewisse Höhenpunkte nochmals
     in Angriff genommen. Die einen versuchten die Schiffs- 
     manöver nochmals, die andern wollten die Yacht von Rod
     Stewart nochmals sehen. Und wieder Andere wollten die
     Festung nochmals besteigen.
     Später ging es unter Segel Richtung Compresa, wo es
     einen niegel nagel neuen Hafen gibt. Gabriela übernahm dort
     die Anmeldungsformalitäten. Ich sah ihre Begeisterung bei
     ihrer Rückkehr an ihrem Gesicht an. Die spinnen ja die
     Tschingen ! 112€ für eine Nacht. Fanden wir auch und
     beschlossen, am Strand von Punta Ala den Anker zu
     schmeissen. Die letzte Nacht von Marlene & Roman lassen
     wir mit einem feinem Znacht auf Deck ausklingen!

Elba
Marina di Campo
19. Juni 2007

       
  Noch ein letztes Frühstück, das Abschiedsfoto und schlussendlich einen Drink im Bistro bei der Wildsau und weg waren sie.
Fast ein bisschen traurig. Aber weiter geht die Reise und zwar zurück zur Insel Elba, nach Marina di Campo. Dort angekom-
men konnten wir den letzten Platz ergattern. Aber leider nur fast, denn später quetschte sich noch ein Knochen dazwischen, so das sich die Fender mit lautem Quitschen aneinander reiben. Heute Nacht ist zudem noch mehr Wind angesagt. Na dann gut Schlaf.

Marina di Campo
20. Juni 2007

       
  Wie entschlossen uns noch ein Tag zu bleiben. Auch lernten wir unser Nachbar Thomas kennen, nicht der Knochen, der auf der anderen Seite. Ein Schweizer, der auf dem Schiff eine Zeit lang lebt und nicht mehr ganz sicher ist, ob er die Welt umsegeln will, da es ihm auf dem Mittelmeer zu gut gefällt. Wir haben den halben Morgen, wie man auf Seemännisch sagt Seegarn gesponnen. (Erfahrungsaustausch). Am Nachmittag sahen wir Marino di Campo noch genauer an. Die Strandseite ist eher Touristisch wie Rimini und die Altstatt sehr romantisch.

Elba
Marciana Marina
21. Juni 2007

       
 
     Heute Morgen war es bewölkt. Trotzdem wollten wir den
     Anker heben um nach Marciana Marina zu segeln. Halt, so
     einfach geht das nicht! Der Anker wollte noch einen Tag
     bleiben und hing an einer Leine, die am Grund fest war. Doch
     mit einem schon öfters geübten Manöver konnten wir ihn
     überreden, mit uns mit zu kommen.
     In Marciana Marina angekommen fanden wir mühelos einen
     Platz und machten sogleich einen Spatziergang. 
     Wir haben sofort alle anderen Orte vergessen und
     verliebten uns schon wieder in das neue Städtchen.
     Es schwärmen alle von Isola Capraia, was unser
     nächstes Ziel ist. Ich kann mir nicht vorstellen das
     Capraia noch fantastischer sein soll. Aber wir lassen uns gern
     überraschen.

Capraia
Porto Capraia
22. Juni 2007

       
 
       
  Nach einem feinen italienischen Cappuccino, in einem malerischen Bistro auf der Piazza machten wir uns auf den Weg nach Capraia. Petrus wollte uns beschäftigen. Erst Wind aus SO dann NW wieder aus O, nochmals aus NW und Stärke wechselnd zwischen 5 & 25kn.
Porto Capraia hat wirklich eine sehr spezielle Ausstrahlung. Aber jeder Ort hat seine Eigene Aura, ist einzigartig und kann nicht mit den anderen verglichen werden. Was noch Faszinierender ist, im Hafen zu sitzen und den Italienischen Machos mit ihren Yachten beim Parkieren zuzuschauen. Echt cool !

Porto Capraia
23. Juni 2007

       
 
     Ein Tag reicht einfach nicht um all die Faszinierenden Ein-
     drücke zu verkraften. Darum bleiben wir auch in Porto
     Capraia wieder ein Tag länger.
     Heute machten wir einen Ausflug (zu Fuss) zum alten
     Gefängnis. Leider konnte es nur von aussen besichtigt
     werden, weil es renoviert wird. Hätte uns schon wunder
     genommen wie die alten Zellen von innen aussehen.
     Da die Insel zum grössten teil ein Naturschutzgebiet ist und
     die Küste nur aus Felsen besteht ist nur ein kleiner Teil
     begebar.
     Am Abend haben wir uns einen Logenplatz im Restaurant
     praktisch hinter der Yacht reserviert. Es ist Samstag
     und mal sehen welche Prominenz die Insel heute besucht.
     Wir mussten unser Schiff schon umparkieren damit im
     vordern Teil des Hafens mehr Platz entsteht.

 

Korsika
Port Macinaggio
24. Juni 2007

       
  Schade gestern waren wir die einzigen Promis. Aber trotzdem wurde der Abend einen Erfolg, nachdem wir unsere italienischen Yachtnachbarn mit schweizer Schoggistengeli gekauft haben. Die Verständigung war zwar ein bisschen schwierig, aber alkoholisch verstanden sie einwandfrei.
Gegen 11 Uhr setzten wir die Segel und liessen uns nach Korsika blasen.
In der Marina angekommen fragte uns die Beamtin im Office: Volez vous Wi-Vi? Erst verstanden wir sie nicht.  Doch dann fanden wir raus sie meint Wireless Lan Internet. Klar wollten wir gratis ins Internet. Jetzt konnten wir den ganzen Abend surfen und auch DRS3 Internetradio hören.

Elba
Marciana Marina
25. Juni 2007

       
 
      Schade, eigentlich währe Bastia in Korsika angesagt.
      Nach den Wetterprognosen ist ab Dienstag Starkwind
      gemeldet. Da gingen wir lieber schon heute zurück auf Elba.
      Auch sind wir nicht unbedingt von der Französischen Küche
      begeistert. Den Franzosen sollte man beibringen, dass man
      zum Kochen auch Gewürze brauchen kann! Und nur vom
      schönen Aussehen haben wir auch nicht gegessen. O.k. das
      Baguette ist einmalig. Natürlich mit Italienischem
      Mortadella!
      Für die Überfahrt brauchten wir 5 Stunden (38sm). Bis 12Uhr
      mussten wir Motoren da es praktisch Windstill war.
      Vielleicht ist das die Ruhe vor dem Sturm. Gabriela
      genoss es, es war wie auf dem Zürichsee.

Elba
Porto Ferraio
26. Juni 2007

       
 
      Die Idee mit dem retour segeln war genial. Am Morgen
      wurden wir durch wildes treiben aufgeweckt. Den Yachten
      neben uns hat es den Anker durch den starken Wind
      ausgerissen. Sie mussten den Platz verlassen.
      Ich nahm die Gelegenheit war, das der Platz auf der rechten
      Seite frei war, um von der Quai-Mauer ein Föteli zu machen.
      Kurze Zeit später,mitten beim Frühstücken riss unser Anker
      auch aus. Wir versuchten in der Hafeneinfahrt zu Ankern,
      was auch nicht funktionierte. Also stachen wir in See
      richtung Porto Ferraio. Der Hafen ist sehr gut geschützt und
      wir kennen uns da schon aus.
      In Porto Ferraio schauten wir das Rennen 3 von Alinghi. Das
      braucht ja Nerven! 350m vor der Ziel Linie mit einem
      Vorsprung von 100m, machen die noch eine Wende und
      verlieren !!!  Da verstehen wir  zu wenig von der Segeltaktik.
      Unsere N E R V E N     

Elba
Porto Azzurro
27. Juni 2007


       
 
      Als wir Porto Ferraio verliessen, sah es aus als ginge ein
      laues Lüftchen, doch kaum draussen musstet wir uns durch
     die Wellen kämpfen. So konnten wir unser Vorhaben, den
     Tag in einer Badebucht verbringen zu können streichen. Eine
     Welle kam von hinten und setzte unser Steuerstand unter
     Wasser. Wir änderten die Richtung und segelten nochmals
      nach Porto Azzurro, wo wir mit Marlene & Roman
      als erstes waren. Das ganze hat dann riesen Spass gemacht
      wieder einmal so richtig auf den Wellen reiten zu können.
      In Azzurro spazierten wir zur Burg hinauf und fanden
      ein extrem romantischen Weg der Küsste entlang. 

Italien
Punta Ala
28. Juni 2007


    
 

Heute Morgen war unsere letzte Fahrt zurück in den Heimathafen von Top One.
Von jetzt an soll  das Wetter ziemlich lasch und heiss werden, meint auf jeden Fall der Wetterbericht. Auch sind alle Häfen langsam überfüllt da die Italiener selber Ferien machen. Da wird es auch Zeit für uns wieder nach Hause zu kommen.
Zum Törn muss ich sagen es war einer meiner schönsten.