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Joyce Saison 2018

   
2. Juli 2018 Joyce im Trockenlager und..

Ja meinen Rücken geht es schon viel besser. Das mit den Segel bergen und die Joyce mit der Blache zudecken haben wir gestrichen. Da haben wir anfangs September auch weniger Stress beim Einwassern. Markus dem Mechaniker von der Aktio-Marina haben wir eine grosse Liste für Wartungsarbeiten und Reperaturen gegeben. Es ist schon extrem, was in zwei Monaten alles an Reperaturen anfällt. Aber wir gewöhnen uns langsam dass auf einem Schiff alles viel mehr verschleiss wird. Salzwasser und Sonne beanspruchen das Material extrem stark.
Am 3. Juli ist unser Flug nach Hause und ab 5. September geht das Abenteuer Ionisches Meer weiter.
 

 
   
28. Juni 2018 Es regnet Sintflutartig auf Meganision

Schon 5 Tage sind wir auf der Insel blockiert. Aber nicht wegen dem Wetter. Mich hat wieder mal ein Hexenschuss eingeholt. Da ist man ziemlich hilflos. Aber ein bisschen Glück gehört auch dazu. Der Hafen in Vathy ist perfekt geschützt. Es hat Strom und Wasser und der Platz an der Mole ist gratis. Da habe ich Zeit bis Samstag mich einigermassen zu erholen. Am Samstag gehen wir die 20 SM direkt nach Preveza, wo die Joyce 2 Monate, bis anfangs September in den Sommerschlaf geht.

 

 

   
23. Juni 2018 Festlandküste Astokos und zurück Insel Meganision Vathy

Viel von Astokos haben wir nicht gesehen. Wir hatten auch so doof neben einem Fischer angemacht und Stuart aus England mit seiner 32er hatte mit Bug angebunden und alles war ziemlich schräg. Auch sein Mast verdeckte unsere Antenne und wir konnten nicht einmal das Fussballspiel Schweiz - Serbien ansehen. Um 05:30 banden wir die Leinen los Richtung Vathy. Es wurde so ein richtiger Scheissmorgen! Die WC-Pumpe verstopfte und als ich das Rückstossventil ausbaute, stand ich bis zu den Knöcheln in der Scheisse. Es wurde geputzt und desinfiziert. Zum Glück war die See ruhig und wir konnten alles wieder in Gang bringen. Es wurde KEIN Foto gemacht! ..... Ach ja die Schweden, vor dem Spiel!

 

   
21. Juni 2018 Vathy auf Ithaka

Auf Ithaka stand die Yacht Soulmate mit Konni & Dirk neben uns. Lustig! Die haben wir letztes Jahr nachdem wir die Türkei verlassen haben in Kos kennen gelernt. Sie bringen ihr Schiff auch nach Preveza um die heissen Sommermonate zu überbrücken. Es heisst ja man sieht sich im Leben immer zweimal. Aber ich denke das ist nicht das letzte mal. Wir verbrachten einen lustigen Abend mit ihnen. Der zugleich ihr silberne Hochzeitstag war.

 
   
19. Juni 2018 Sami auf Kefalonia

In Sami sind wir jetzt schon drei Tage. Es ist zwar wunderschön hier aber der Grund liegt wo anders. Unsere Magen haben irgend etwas, was sie nicht mögen abgekriegt. Ein bisschen Fieber und was man eben nicht so mag ... Aber es geht schon deutlich  viel besser, so dass wir Morgen wieder weiter gehen. Hier in Sami sind wir schon näher vom Zentrum vom Ionischen Meer. Die Charter- Yachten ringen schon ab 13 Uhr nach Hafenplätzen. Also langweilig kann es da nicht werden. Den ganzen Tag Hafenkino. In der nächsten Zeit werden wir vermutlich mal öfters den Anker in einer Bucht gebrauchen.

 

   
15. Juni 2018 Keri auf Zakynthos und Nikolaos

In Kyparissia verbrachten wir noch einen Abend mit Lupita & Martin und am nächsten Tag trennen sich unsere Wege. Wir kehren und machen uns langsam auf den Rückweg. Ach ja... am Abend hatten wir noch einen Schock! Als wir vom Sundowner zurück kamen bemerkten wir das jemand durch die obere Luke, die wir für frische Luft offen gelassen haben, eingedrungen ist. Wir durchsuchten gleich das Schiff, konnten aber keine fehlenden Gegenstände finden! Sie haben nur Taschen und Schränke durchsucht und kein Geld gefunden. Nochmals Glück gehabt und eine Lehre gezogen.
Für die 49sm nach Keri standen wir früh, um 06:00 auf, damit wir so um 15 Uhr in der Bucht den Anker werfen konnten. Freude herrscht sogar die Hälfte konnten wir segeln.

 

 

   
11. Juni 2018 Kyparissa

In Katakolon bleiben wir zwei Tage, wo wir neben der schweizer Yacht FuturoDos standen. Mit dem sympathischen Paar Lupita & Martin. Bevor wir uns auf eine Rad-Erkundungsfahrt machten ging es noch schnell zur Port-Police um die lästigen Stempel zu holen (nicht EU Bürger) Auf der Fahrt kamen wir an einem Wassermelonen-Feld vorbei und fragten, ob sie uns eine verkaufen. Die  Antwort war nein und schenkten uns eine riesen Melone. Soo lieb!
Von Katakolon nach Kyparissa gab es endlich richtig Wind und sogar aus der richtigen Richtung. Mit 7.5 Knoten schafften wir die Strecke, 30 SM in 5 Std. Der Wassermacher füllte unseren Tank und als ich eine Kontrolle machte, oh Schreck.. der Tank war wie aufgeblasen und aus einem Haarriss, ganz oben spritzte Wasser in die Pilge. Irgendwas mit der Entlüftung stimmt nicht. Später fand ich dann den Fehler. Die Einlassschläuche und Entlüftungsschläuche sind falsch angeschlossen. Ein weiterer Auftrag für die Werft in Preveza.
 

 

       
   
8. Juni 2018 Katakolon

Am Dienstag war es endlich soweit. Gabriela hat es geschafft und die lange Wartezeit ist vorbei. Die Joyce hat einen guten Eindruck gemacht und hinterliess keinerlei Spuren von einem Herrentörn. Einen Tag verbrachten wir noch in Zakynthos, da das Städtchen ja einiges zu bieten hat.
Als erstes wollen wir den Peloponnes auf der Westseite entdecken. Der Wind soll morgen Freitag aus Süden kommen und ziemlich stürmisch sein. Das ist ja auch nicht das, was wir wollen! Aber heute ist er wie gewohnt so schwach und aus Norden, so dass wir das Ausbaumen der Genua testen konnten. Am Freitag bleiben wir in Katakolon und lassen das stürmische Wetter vorbeiziehen.

 

   
4. Juni 2018 nochmals in Nikolaos und zurück nach Zakynthos.

Chrigi hat Nikolaos so gut gefallen, dass wir noch eine Nacht dort verbrachten, bevor es retour nach Zakynthos ging. Heute hat Chrigi sich verabschiedet. Es war eine tolle und intensive Woche. Jeden Tag an einem anderen Ort. Aber wenn man nur eine Woche Zeit hat, sind die Möglichkeiten nicht all zu gross.
In Zakynthos ist die grosse Reinigung angesagt. Da ist ein Stromanschluss viel wert. Im gut gekühltem Schiff lässt es sich angenehm putzen. Die Joyce und ich wollen ja einen guten Eindruck machen wenn Gabriela am Dienstag kommt. :-)  
 

 
     
   
1. Juni 2018
zurück nach Nikolaos, dann auf Kefalonia in die Hauptstadt Argostoli, weiter Ankern in der Bucht Katelios und heute rüber ans Festland im Städtchen Kyllini.

Chrigi hat sich schon gut eingelebt auf der Joyce. Leider bleibt es ohne Wind. Aber die Tage werden immer heisser. So motoren wir eben von Insel zu Insel. Aber ehrlich gesagt lieber wenig Wind als zuviel. In Argostoli schwamm eine Schildkröte im Hafen. Die Grösse ist auf dem Foto nicht ersichtlich Aber ihr Kopf dürfte ungefähr wie der eines Menschen sein. Wahnsinnig!
Sie genoss es offensichtlich, das sie von so vielen Touristen bestaunt wurde.

 

   
28. Mai 2018

Abschied, auch wenn es eigentlich keiner ist, tut immer ein bisschen Weh. Die 4 Wochen mit Knieli wahren grossartig. Sie liessen ein bisschen Nostalgie von früheren Zeiten, als Knieli und ich in jungen Jahren die Zürcher Strassen unsicher machten aufleben. :-)
Aber auf der Joyce geht der Törn weiter. Chrigi, der jetzt schon ein paar mal dabei war, wird für eine Woche mit mir griechische Gewässer kreuzen. Leider sagt der Wetterbericht, dass wir eher Motorboot Fahrten machen, da der Wind immer noch Frühlingsferien hat. Aber nichts ist so instabil wie das Wetter!




       
   
27. Mai 2018 Insel Zakinthos Ormos Nikolaos und Zakinthos Stadt 

Auf der Cruise von Kefalonia auf die Insel Zakinthos wurden wir überrascht von einem perfekten Wind und endlich konnten wir eine grosse Strecke segeln und wurden von der Schnelligkeit der Joyce überrascht. Wir konnten etliche andere Yachten die auf dem selben Kurs segelten hinter uns lassen, genossen die überaus angenehme Seebrise und die sieben Knoten Geschwindigkeit. Die Nikolaos Bucht ganz im Norden von Zakinthos war sehr gut eingerichtet für Yachties, sowie auch für hunderte Tagestouristen, die Bootsausflüge unternahmen in die nahe liegenden Blue Caves. Dort "testeten" wir auch noch die bordeigene Taucherausrüstung, die dem Kapitän Mäge die Möglichkeit gibt Unterwasser-Inspektionen oder Reparaturen vorzunehmen. Da Mäge die Welt unterhalb der Wasseroberfläche nicht so liegt, habe ich diesen Tauchgang vorgenommen. Am nächsten Tag ging es weiter südwärts nach Zakinthos in den grossen Hafen der Stadt. Die Stadt wurde 1953 von einem grossen Erdbeben komplett zerstört. Natürlich sieht man von den Schäden nichts mehr, der Wiederaufbau aber geriet etwas plan- und ratlos, was sich ausdrückt in vielen gesichtslosen Bauten, die wirklich keine Schönheiten sind. Sonst aber ist es eine sehr lebendige und quirlige Stadt mit den typischen Einrichtungen wie Shops und Restaurants für die zahllosen Touristen.

Hier in Zakinthos werde ich die Joyce schweren Herzens verlassen und wieder nach Zürich zurückreisen. Chrigi ein Freund von Mäge wird am selben Tag hier auf der Joyce meinen Platz einnehmen. An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei Dir Mäge für die vergangenen vier Wochen, die ich mit Dir auf der wunderbaren Yacht Joyce verbringen durfte. Es hat Spass gemacht! Der Karte kann der interessierte Betrachter unseren Kurs (rote Linie) durch die Ionische See entnehmen.

 

 




 

 

   
24. Mai 2018 Vathi auf Ithaka und Poros auf Kefalonia 

In einer Bucht im Golf von Aetos liegt wunderbar geschützt die Stadt Vathi auf der Insel Ithaka. Dort war ziemlich viel los, da es hier viele Plätze zum Ankern oder Festmachen am Pier hatte. Dementsprechend viele Segler und Flottilienverbände waren anwesend. Wir haben in diesem Hafen über 50 Yachten gezählt, deren Seglerfreunde sind im Ort tummelten. In einem der vielen Restaurants haben wir perfekte Pasta Vongole gegessen - besser geht nicht. Ganz grundsätzlich sind wir positiv überrascht über die vielfältige Auswahl und fast immer sehr gute Qualität des Essens. Die Preise sind moderat bis günstig, heisst für ca. 50 Euro hat man ein Abendessen inklusive Wein, Ouzo, Vor- und Hauptspeise, und das für zwei. Dann ging es weiter auf die Insel Kefalonia bei ziemlich schlechten Wetterverhältnissen. Viel Wind, etwas Regen aus Süden brachte Saharastaub mit sich und bis zu 3 Meter hohe Wellen - ziemlich übel. Auch im Hafen von Poros gab es Cabaret vom Feinsten, bis sich alle ankommenden Yachten vertäut hatten. Ein Besuch des Hafenstädtchens war angesagt und Abends ein Nachtessen in der Sunset Taverne mit spektakulärer Aussicht auf den Hafen.    




   
19. Mai 2018 Nydrion Umgebung und Cruise nach Vathi auf der Insel Meganision

Im Hafen von Nydrion herrschte ein geschäftiges Treiben und Abends erinnerten die beleuchteten Ausflugsboote ein bisschen an Las Vegas. Nur etwa einen Kilometer entfernt vom Hafen liegen die zwei Privatinseln, die früher der Familie Onasis gehört haben und heute im Besitz eines reichen Russen sind. Ein kurzer Ausflug mit den Velos führte uns zu einer seeähnlichen Bucht, in welcher neuere aber vor allem viele ältere Schiffe auf dem Land und auf dem Wasser liegen. Dort fanden wir eine Bar mit dem klingenden Namen Yacht Club, die fast überfüllt war mit älteren englischen Semestern, die dort in dieser Gegend und auf dem Wasser ihren Lebensabend geniessen. Nichts wie rein, dort war Happy Hour und darum die vielen Leute. Ein grosses Bier kostete lediglich Euro 1.25 und die Briten nutzten das tüchtig. Am nächsten Morgen ging es weiter rund um die Insel Meganision und dann in den Ort Vathi, wo einmal mehr der letzte freie Ankerplatz gewartet hatte. Dieses Ort ist deutlich ruhiger als Nydrion, dafür aber "herziger". Hier konnte Mäge endlich seine kürzlich installierte Waschmaschine das erste Mal testen. Der Strom kommt vom 230V Generator und das Wasser vom on-board Wassermacher. Das Waschresultat war einwandfrei und ab sofort können auch andere Textilien als nur Putzlappen gewaschen werden.




   
17. Mai 2018 Preveza und Cruise nach Nydrion auf der Insel Levkada

Gestern erhielten wir Bericht von der Marina unsere Ersatzteile seien eingetroffen. Also rein ins Taxi und unten durch den Unterwassertunnel rüber zur Aktio Marina. Oh Schreck ! Da lagen die falschen Impeller auf dem Tisch, sie entsprachen genau dem Teil das wir schon auf der Joyce hatten, das aber nicht gepasst hatte. Warum das Originalersatzteil nicht passt wissen noch wir nicht. Also fuhren wir mit hängenden Ohren wieder zurück nach Preveza. Wie weiter? Am Vormittag haben wir einen Österreicher getroffen, der von einem Marina Shop im Ort geschwärmt hatte. Und siehe da, die korrekten Ersatzteile waren dort, sogar in mehrfacher Ausführung, auf dem Tisch. Gekauft, eingebaut und der Generator lief wieder wie neu. Bravo Mäge, gut gemacht! Als Belohnung genehmigten wir uns Abends einige Ouzos und einen super guten, gegrillten Fisch. Heute Vormittag sind wir dann aufgebrochen nach Süden in Richtung Levkada ins Ort Nydrion. Das Highlight dieser Etappe war der Kanal von Levkada. Da führt die Autostrasse über eine drehbare Brücke, die jede Stunde für einige Minuten um 90 Grad gedreht wird, so dass kleinere und auch grössere Schiffe den Kanal benutzen können. Der Autoverkehr wir dann einfach gestoppt, was aber niemanden stört.




   
15. Mai 2018 Ormos Lakka auf Paxos und Preveza

Tags darauf verliessen wir Paläokastritsa Richtung Süden und damit auch die Insel Corfu. Nächste Station war Ormos Lakka ganz am nördlichen Ende von Paxos. Hier gab es eine wunderschöne Bucht mit smaragdgrünem Wasser in dem sich das kleine Dorf Lakka befand. Neben einer kurzen Velotour die wir machen konnten, sind einmal mehr technische Probleme aufgetaucht. Der 230 Volt Stromgenerator hatte den Geist aufgegeben. Ein so genannter Impeller ging defekt und dadurch war die Wasserkühlung des Gerätes ausgefallen und wurde unbrauchbar. Ein passendes Ersatzteil war auf dem Schiff nicht vorhanden, also mussten wir dieses bestellen in der Marina von Preveza. Dieses Teil sollte in den nächsten ein bis zwei Tagen dort sein, also ging unsere Reise direkt weiter nach Preveza. Leider ist resp. war das Wetter hier in der Umgebung zur Zeit nicht nach unserem Geschmack, es regnet immer wieder und es ist kühl - leider!

 

 
   
12. Mai 2018 Kassiopi und Paläokastritsa auf der Insel Corfu

Auf der Überfahrt nach Kassiopi konnten wir auch wieder segeln bei flottem Wind aus der passenden Richtung. Das Anlegen im Dorf Kassiopi war anfänglich etwas schwierig, da der schöne kleine Hafen leider nur an einigen wenigen Stellen genug tief war für Segelschiffe. Nach einigen netten Worten und Schoggistängeli an die Platzhirsche gelang es uns einen guten Platz neben dem Nemo Tauchboot zu ergattern. Dieses kleine Dorf ist fest in englischer Hand, Pubs und Restaurants mit an Engländer angepasstem Angebot waren fast wie Sand am Meer vorhanden. Dort legten wir einen zusätzlichen "Ruhetag" ein. Der Wassermacher auf der Joyce machte immer wieder Macken. Ein Challenge aber kein Problem für Mäge. Ab in die Eingeweide des Schiffs, Schlauch rein, Schlauch raus, umhängen und nach einiger Zeit lief das Ding wieder tadellos. Bloss sein Rücken hat etwas gelitten, was sich in ziemlich starken Rückenschmerzen ausdrückte. Zum Glück gibt's Ponstan! Dann ging es weiter zur Westküste von Corfu vorbei an einer eindrücklichen Kalksteinküste ins Ort Paläokastritsa. Dieses Ort war früher sicher einmal traumhaft schön, heute ist halt viel verbaut mit Hotels, Restaurants und anderer touristischer Infrastruktur. Es gibt in diesem Dorf auf einem Hügel an der Klippe zum Meer ein schönes, altes Kloster mit Kirche, Garten und einer traumhaften Aussicht.   




   
10. Mai 2018 Corfu Stadt

Heute Donnerstag Morgen wurde unsere Crew auf zwei reduziert. So ein Abschied ist immer etwas Trauriges. Nicht nur, dass wir unseren Koch vermissen, nein es war wirklich megacool mit Willi. Nach einem leicht reduzierten Frühstück warfen wir die Leinen und verliessen den alten Hafen von Corfu. Beim Ablegen sahen wir noch das Flugzeug welches Willi nach Hause brachte über unseren Köpfen starten. Ich glaube, ich habe Willi noch winken sehen :-)
Unser Ziel ist erstmals die Insel Corfu zu umrunden und hoffen, dass das Wetter endlich noch ein bisschen besser wird.

 
     
 
   

09. Mai 2018 Corfu Petriti und Corfu Stadt

Der Schlag von Port Gaios zur Insel Corfu und dort zum Ort Petriti verlief problemlos, ebenso unspektakulär war der Wind. Die Segel mussten in der Parkposition bleiben, es war Motor angesagt. Im kleinen Nest Petriti ergatterten wir problemlos einen Ankerplatz. Wenig später ging es aber zu und her wie in einem Bienenhaus. Zuerst kam der Chef einer Segelflottilie und dann kamen seine Schützlinge. Mehr als zehn Segelyachten mit mehr oder weniger geübten Seglern mussten an der kurzen Hafenmole befestigt werden. Die zwei Führer der Flottilie hatten alle Hände voll zu tun den Booten zu helfen und diese zu vertäuen. Unser Kapitän Mäge sass wie auf Nadeln in Sorge um sein Schiff und wir mussten immer wieder mit Fendern unsere Yacht schützen vor herantreibenden Flottilienschiffen. Irgendwann hatten aber alle ihren Platz und wir konnten im nahe liegenden Restaurant perfekten Fisch geniessen. Am folgenden Tag machten wir uns Richtung Norden auf nach Corfu Stadt. Aiolos (griechischer Gott der Winde) war uns gnädig und wir konnten annähernd die ganze Strecke segeln und sogar den vorhandenen, eindrücklichen Genacker (Code 2A) setzen. In Corfu Stadt konnten wir im alten Hafen anlegen, heisst die umtriebige Altstadt ist nur einen Katzensprung entfernt. Auch diese Stadt wird täglich von mehreren Kreuzfahrtschiffen angefahren, dementsprechend viele Touristen hat es in den engen Gassen der Stadt.




   

05. Mai 2018 Insel Paxos in Port Gaios

Am Freitag waren alle Arbeiten an Land erledigt und unsere Joyce wurde mit einem Monsterfahrzeug und einem noch grösseren Spezialgerät ins Wasser bugsiert. Beeindruckend war für uns mit welcher Professionalität die Arbeiter das gemacht haben. Kaum war die Yacht im Wasser wollte unser Kapitän natürlich Gewissheit haben, dass alles läuft, funktioniert und dicht ist wie es eigentlich soll. Und siehe da, alles bestens. Dann ging es raus in den Golf von Preveza um letzte Vorbereitungen und Arbeiten zu machen, wie zum Beispiel Segel installieren, Gummiboot aufblasen und vieles mehr das halt nur auf dem Wasser gemacht werden kann. Nach getaner Arbeit ging es am Abend mit dem E-Motorbetriebenen Dingy zum Restaurant. Heute Samstag Vormittag wurde der Motor gestartet und wir sind mit eben diesem Richtung Nord-West bis zur Insel Paxos gefahren. Die See war ziemlich rau, das Wetter windig und kalt. Unserem Marinero Willi ist es heute auf See ziemlich mies gegangen, ihm mangele es noch am nötigen Seebein, meinte Mäge unser Kapitän. Aber nach Ankunft hat sich das sofort gelegt und ein Dorfrundgang inkl. Anktertrunk war angesagt. Der Port Gaios ist ziemlich pitoresk und schön in einer Bucht gelegen.   




   
 

02. Mai 2018 Aktio Marina in Preveza

Nach unserem Flug von Zürich nach Athen wurden wir von einem flotten jüngeren Driver abgeholt. Danach mussten noch vier weitere Passagiere in Athen Stadt abgeholt werden. Die Dame auf dem Bild wurde uns auf dem Hinweg als "Granate" angekündigt. Na ja, sie war dann sehr sympatisch, aber uralt und schlecht zu Fuss. Wir mussten Sie geführt vom Auto in die AutoGrill Raststätte führen, was ich sehr gern gemacht habe. In der Aktio Marina angekommen nahmen wir die Joyce in Beschlag, Treppe rauf und runter. Und die Yacht war äusserlich extrem verschmutzt, heisst überall Staub und Dreck. In den letzten zwei Tagen hatten wir dann genügend Zeit und Energie alles wieder tipptop zu putzen und zu polieren. In dieser Marina ist zur Zeit ziemlich viel los, Yachten werden am Laufmeter ins Meer verfrachtet, was sehr spannend ist dabei zuzusehen. Willi hat auch schon mal das Meer auf seine Badetauglichkeit überprüft. An der Joyce müssen nun noch einige Arbeiten von hiesigen Technikern vorgenommen werden, wie polieren und Unterbodenschutz auftragen. Wir hoffen dann am Freitag oder Samstag einen Timeslot zu kriegen, um das Schiff einwassern zu können. Im schlechtesten Fall könnte das bis Montag dauern, was wir nicht hoffen.     

 




   

30. April. 2018 Preveza

Die Joyce steht im Trockendock in der Aktio-Marina Griechenland. Am 30, April beginnt die Saison 2018 mit Hansruedi Albrecht, Alias Knieli und Willi Baumann als Gäste. Am Schiff sollten noch div. Reparaturen gemacht werden, wie die Einspritzpumpe vom Generator ersetzen wo wir letzten Herbst vergebens versucht haben das Leck zu schweissen. Auch hatte die Antriebs-Schraube eine Unwucht, die verhinderte das wir den Motor nicht über 1800 Umdrehungen belasten konnten. Für mich heisst das Daumen drücken und fest daran Glauben das die Reparaturen zeitgemäss erledigt werden.